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In der Pädagogik heißt es: „Wenn du willst, dass die Kinder dir folgen, vergiss nicht voranzugehen.“ Auch Führung funktioniert durch Vorbild. Ich erinnere mich, dass ich in einem Führungsseminar (das diejenigen, die es am nötigsten gehabt hätten – nämlich die Oberhäuptlinge – natürlich nicht besuchten) aufgefordert wurde, ein positives Führungserlebnis zu nennen. Also einfach nur ein Beispiel eines Erlebnisses, wo ich Führung positiv erlebt habe. Mir fiel keins ein.

Für mich war die beste Führung eigentlich immer die, die keine war. Sondern die mich respektierte, beteiligte und überzeugte.

Eigentlich will ich gar nicht geführt werden. Bin ich unführbar? Vielleicht. Andererseits hätte ich mir schon gewünscht, eine Mentorin oder einen Mentor zu finden, jemanden, der mich in meiner Karriere fördert und berät, der mein Potenzial und mich als ganze Persönlichkeit wahrnimmt und schätzt (und nicht nur als Arbeitskraft oder – noch schlimmer – Befehlsempfänger). Leider hatte ich nie das Glück.

Ich selbst habe immer versucht, für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genau eine solche Führungspersönlichkeit zu sein, wie ich sie mir gewünscht hätte. Auch wenn es manchmal anstrengender ist, als einfach „durchzuregieren“, so bin ich überzeugt, dass es sich lohnt. Einfach, indem man die Mitarbeiter/innen weniger frustriert und dadurch ihre natürliche Motivation erhält. Ich glaube, im Großen und Ganzen ist mir das gelungen, vor allem mit wachsender Erfahrung. Unnötig zu erwähnen, dass meine Art der Führung in der Firma natürlich niemanden interessierte.

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