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Wer sich diese Frage stellt, kann bei der Süddeutschen Zeitung den Schnelltest machen. Für Taxifahrer, Landschaftsgärtner und Vorstandsassistent(inn)en sieht es jedenfalls eher schlecht aus. Auf dem Bar Camp 4.0 der Bertelsmannstiftung habe ich diesen äußerst inspirierenden (und unterhaltsamen) Vortrag von Gunter Dueck gehört:

Und auch, wenn ich mich mit meiner kreativen Arbeit, bei der es auf Sprache ankommt, auf der sicheren Seite wähne: Vieles von dem, was er erzählt, kommt mir bekannt vor:

Die einfachen Aufgaben, Routinearbeiten, werden immer mehr vom Computer (oder von Maschinen) übernommen. Übrig bleibt das, was anstrengend ist und eine hohe Sozialkompetenz erfordert: begeistern, verhandeln  (Telefonkonferenzen „mit irgendwelchen Brasilianern“ – das kenne ich von Freunden, die in internationalen Konzernen arbeiten), Probleme erkennen und kreativ lösen usw. Laut Gunter Dueck ist es das, was die Menschen in den Burnout führt.

Ich denke auch, dass das dazu beiträgt. Hinzu kommt, dass mit dem Internet sehr viel möglich wird, aber auch sehr viel Verantwortung auf den Einzelnen übergeht, für die man u.U. gar nicht qualifiziert ist. Früher hat man z.B. fertige Grafikdateien an die Druckerei geschickt und gut war’s. Heute lädt man sie selbst bei einer Online-Druckerei hoch und kann am Ende nur hoffen, dass man alles richtig angeklickt hat. Fehler können jedenfalls ziemlich viel Geld kosten… Auch so etwas kann belastend sein. Es ist jedenfalls nicht nur der Stress im Sinne von Zeitdruck, der in den Burnout führen kann. Es ist unsere immer schnellere, größere und komplexere Welt, in der wir klarkommen müssen.

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