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Also, ich will mich mal beschweren: Immer, wenn von der Generation Y die Rede ist, fühle ich mich total angesprochen. Nur um dann daran erinnert zu werden, dass das Phänomen ja ein ganz neues sei und lediglich die Jahrgänge 1977–1998 betreffe. Knapp verpasst also. 😉 Naja, immerhin bin ich damit nicht alleine.

Schauen wir doch mal, was diese wundersame Generation so ausmacht:

  • gut ausgebildet, oft mit Fachhochschul- oder Universitätsabschluss
    Kein Wunder, wenn mittlerweile 70% das Abitur machen.
  • technologieaffine Lebensweise
    Das Smartphone ist quasi festgewachsen. (Was übrigens nicht unbedingt bedeutet, dass man über Facebook und Whatsapp hinaus noch etwas Sinnvolles damit anfangen kann…)
  • arbeitet lieber in virtuellen Teams als in tiefen Hierarchien
    Das möchte ich anzweifeln. Es gibt Leute, die sich in Hierarchien wohlfühlen – und die wird es auch immer geben. Manchmal sind starke Hierarchien ja auch berechtigt: in Krankenhäusern, in Krisen, bei der Armee.
  • Freude an der Arbeit und Sinnsuche statt Status und Prestige
    Freude an der Arbeit und Sinnsuche sind eigentlich Grundbedürfnisse, wenn man kein Roboter ist.
  • Mehr Freiräume, die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung
    OK, es mag Leute geben, die das nicht interessiert. Aber meine Erfahrung ist, dass die meisten Menschen sich gern einbringen und Verantwortung übernehmen, wenn man sie lässt.
  • Balance zwischen Beruf und Freizeit
    Spätestens nachdem man gesehen hat, wie sich die Generation der Eltern (und Großeltern) krankgearbeitet haben, reift die Erkenntnis: Warum nicht JETZT das Leben genießen, statt nach dem Möhre-vor-der-Nase-Prinzip auf die goldene Zeit der Rente zu warten? Zumal da ja wirklich nichts viel Goldenes zu erwarten ist?

Für mich ist die Generation Y daher eher die Generation Menschenverstand, die aus den Erfahrungen der früheren Generationen gelernt hat. Und da möchte ich bitteschön dazugezählt werden.

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