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Angela Merkel wird es ja gern vorgeworfen, aber ich habe es auch in Unternehmen erlebt: Der Käptn (oder die Kapitänin) fährt auf Sicht. Bloß keine langfristige Vision entwickeln, bloß auf keine Strategie festlegen. Könnte ja falsch sein. Es fängt schon bei der Zielgruppe an: Niemand will sich festlegen. Wir wollen ALLE. (1. Semester Marketing: ALLE sind keine Zielgruppe.)

Klar, in der heutigen komplexen Welt ist es schwierig vorauszusehen, wie der Markt sich entwickeln wird. Aber wie heißt es so schön: „Wer nicht weiß, wo er hin will, muss sich nicht wundern, wo er landet.“ Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. 😉

Ich finde es eklatant, dass zwischen der Management-Theorie, wo immer sehr großen Wert auf Visionen und Strategie gelegt wird, und der Realität (wie ich sie erlebt habe) offenbar eine riesige Lücke klafft. Zu meinem großen Entsetzen musste ich mir einmal sogar von einem Oberhäuptling den Helmut-Schmidt-Satz anhören: „Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.“ Hilfe…

Woher kommt das? Verliert man sich in den Details des Tagesgeschäfts? Wird man betriebsblind? Oder ängstlich? Ist es Sicherheitsdenken? Bloß kein Risiko eingehen?

Dazu sagt Mark Zuckerberg: „Das größte Risiko ist, kein Risiko einzugehen… In einer sich sehr schnell verändernden Welt ist die einzige Strategie, die garantiert versagen wird, kein Risiko einzugehen.“

Meiner Erfahrung nach ist es für alle an Bord extrem hilfreich, sich an etwas Größerem orientieren zu können und den Kurs zu kennen, auf dem das Schiff segelt. Es hilft auch, Entscheidungen zu treffen. Denn wie sagte Strategie-Guru Michael Porter (und dann genug der Zitate 🙂 ): „Strategie heißt zu wählen, was man nicht tut.“  Das zu wissen, spart sehr viel Zeit und Geld. Und auch als Kunde merkt man, wenn ein Unternehmen weiß, was es tut und warum. Wie seht Ihr das?

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