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Manchmal fehlen sie mir richtig – all die absurden Geschichten aus der „Zentrale des Wahnsinns“. Deshalb publiziere ich ab jetzt in der gleichnamigen Rubrik wahre Begebenheiten aus der verrückten Bürowelt meiner Leserinnen und Leser:

Wenn fusioniert wird, geht es ja immer gern um die berühmten Synergieeffekte. Ein Weltkonzern, der sich nach der letzten großen Fusion vorgenommen hat, in seinem Markt Weltmeister zu werden (na gut, das wollen ja alle 🙂 ), hatte eine brilliante Idee: Da schon viele Produktionsstätten ins Ausland ausgelagert worden waren, kam nun die Verwaltung dran.

Da lässt sich doch prima sparen, z. B. indem man die Finanzbuchhaltung in ein osteuropäisches Land auslagert – nennen wir es Molwanien. Schließlich geht es um Zahlen, das können die da auch und viel billiger. Und die kampäni längwitsch ist sowieso Englisch.

So wurde also in Molwanien ein Buchhaltungszentrum aufgebaut mit mehreren Hundert Mitarbeitern. Die entsprechenden Stellen im Westen werden abgebaut – sprich: Den Buchhaltern wurde gekündigt. (Vorher sollen sie aber noch ihre Nachfolger in Molwanien anlernen. Logisch. Hat man ja auch voll Bock drauf, wenn man gerade erfahren hat, dass man entlassen wird…)

Nachdem also die Molwanier die Finanzbuchhaltung übernommen hatten, hieß es plötzlich im deutschen Teil des Konzern: „Kein Anschluss unter dieser Nummer.“ Ein paar Tausend Mitarbeiter konnten einen halben Tag nicht telefonieren. (Rechnet selber aus, was das kostet…)

Tom Selleck Hallo meme

Es stellte sich heraus, dass die Molwanier die Mahnungen der Deutschen Telekom nicht verstanden hatten (oder vielleicht hatte auch Google Translator da etwas verdaddelt). Denn was niemand bedacht hatte: Die Dienstleister in den einzelnen Ländern schreiben ihre Briefe natürlich nicht in der kampäni längwitsch. Die Deutsche Telekom schreibt Deutsch. Ups. Und hatte, da ihre Mahnungen ignoriert wurden, dem Konzern das Telefon abgestellt.

Mit leichter Panik sehen die Konzernangestellten dem nächsten Synergieeffekt entgegen: Die molwanischen Kollegen übernehmen demnächst die Lohnbuchhaltung. 😛

PS: Hast Du auch im Büroalltag etwas Absurdes erlebt, das Du auf Büronymus teilen möchtest? Dann wende Dich an mich – am besten über das Kontaktformular.
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