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Gestern lief wieder „Die Höhle der Löwen“, die Gründershow auf VOX. Ich stelle mir ja immer vor, wie ich als Gründerin dort stehe und die Löwen mich in der Luft zerfetzen. Weil ich so gar nicht reinpasse ins Schema. Es ist schon ein sehr spezielles Bild vom Gründer, was dort vermittelt wird: Am besten ist man jung, war auf einer Elite-Uni und hat irgendwas erfunden, was man in China von günstigen Kinderhänden zusammenbauen lassen kann (Gründer-Deutsch: skalieren). Auch, wenn es in dieser Staffel Ausnahmen gibt, z. B. die ältere Dame mit ihrem Malz-Brotaufstrich. Dümmel sei Dank! 😉

In Deutschland wird die Existenzgründung gern zu einem ganz gewaltigen, außergewöhnlichen und ziemlich verrückten Vorhaben hochstilisiert. Zum Beispiel, indem immer wieder behauptet wird, man müsse eine bestimmte „Gründerpersönlichkeit“ haben – ich nenne sie den Über-Gründer. Im Karriereletter habe ich darüber geschrieben, warum das Quatsch ist und welche Fragen man sich wirklich stellen sollte, bevor man sich selbstständig macht.

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