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Jaja, mit dieser Überschrift kriege ich Euch. 😉 „Oben ohne“ – so hieß die Session von Matthias Riegel auf dem AugenhöheCamp in Berlin. (Das ist übrigens ein guter Tipp, falls Ihr mal auf ein Barcamp geht und selbst ein Thema anbietet: Überlegt Euch einen coolen Titel und schon ist die Hütte voll. Werbung wirkt!)

Die meisten Sessions laufen eher interaktiv ab. In diesem Fall lief es untypischerweise so: Matthias begann zu erzählen und alle hingen an seinen Lippen. Ich bin jetzt nicht unbedingt die weltbeste Zuhörerin – außer, wenn mich etwas wirklich, wirklich interessiert.

„Oben ohne“ bedeutet nämlich, dass Matthias eines Tages nicht mehr Chef der Agentur Wigwam sein wollte. Eine Überlegung, die ich gut nachvollziehen kann. Denn Chef oder Chefin zu sein, bringt viele Nachteile mit sich. Unter anderem, dass man Macht über andere Menschen hat und das die Beziehung zu anderen verändert – auf die eine oder andere Weise. Von der Veranwortung mal ganz abgesehen…

Nicht nur, dass er nicht mehr wollte – auch die beiden weiteren Mitglieder der Geschäftsführung hatten andere Pläne. Was nun? Ein kopfloses Unternehmen? Oben ohne also? So etwas ist im deutschen Recht nicht vorgesehen. Und nach vielen Überlegungen und Diskussionen mit den Mitarbeitern entschied man gemeinsam, eine Genossenschaft zu gründen.

Ich bin ein großer Fan von Genossenschaften, war auch selbst mal bei einer Mitglied und verstehe eigentlich gar nicht, warum man dieses geniale Konzept des Miteigentums nicht viel öfter antrifft. Naja, es könnte mit dem ganzen Papierkram zu tun haben, von dem Matthias berichtete. Aber auch mit den langen Diskussionsrunden mit den Mitgliedern, bis man sich auf etwas geeinigt hat – diese Gruppendynamik muss man aushalten können…

Und da sie schon mal dabei waren, haben die Wigwamser (ich werde noch rausfinden, wie sie sich wirklich nennen) sich gleich noch überlegt, wie jeder zu seinem Wunschgehalt kommen könnte.

Also, ganz normal sind sie nicht. Und da steh ich ja drauf. 😛 (Das ist ja das Schöne, dass man auf den AugenhöheCamps Mitverrückte kennenlernt, nach denen man sonst lange suchen müsste.) Deshalb haben Matthias und ich gleich verabredet, dass ich im Dezember mal vorbeikomme und mir diese ungewöhnliche Firma mit eigenen Augen anschaue – einen ganzen Tag lang. Und Ihr erfahrt als Erste, wie’s war.

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